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Otto Ernst Schweizer, Kollegiengebäude II, Universität Freiburg

Ramy Arnold, Amit Geron

Mit dem im Jahr 1961 seiner Bestimmung übergebenen Kollegiengebäude II der Universität Freiburg war dem Architekten Otto Ernst Schweizer ein Meisterwerk gelungen, das, mit Gestaltungsmitteln der Moderne und doch an der Tradition Freiburgs orientiert, dem Leben der Universität sowie der urbanen Entwicklung des innerstädtischen Quartiers neue Qualitäten und damit auch dem Hoch-schulbau insgesamt wesentliche Impulse gegeben hat. Ein Bau, der dank seiner neutralen Aussage, kompakt in seiner großen Form, dank seiner »elastischen Konstruktionsstruktur« (die weitgehendste Flexibilität in der Raumaufteilung ermöglicht, ohne das tragende Skelett zu berühren) und dank seiner lakonisch-einfachen Grundrißordnung mit dementsprechend reibungslosem Funktio-nieren den Wert eines Prototyps hat. Eine offene, im Inneren von jedem erdrückenden Pathos freie Architektur, die mit ihren weiten Bewegungsräumen, mit ihrem menschlichen Maßstab in Proportion und Größe der Vorstellung von freizügig-akademischem Forschen, Lehren und Lernen in idealer Weise entspricht. Schweizer, geboren 1890 und gestorben 1965, Professor für Städtischen Hochbau an der Technischen Hochschule Karlsruhe, zählt zu den wegweisenden Architekten des 20. Jahrhunderts, der durch seine Nürnberger Bauten Ende der 1920er Jahre, darunter die Stadionanlage und der Milchhof, sowie durch das Prater-Stadion der Stadt Wien internationale Anerkennung und Bedeutung gewann und der sich in den 1930er Jahren, in denen es ihm verwehrt war, zu bauen, mit grundlegenden Fragen zu Architektur und Städtebau befaßte – Gedanken, die er nach dem Zweiten Weltkrieg für Vorschläge zur Neuordnung zerstörter Städte wie Gießen, Karls-ruhe, Mannheim oder Stuttgart wieder aufgreifen konnte. In seinem letzten Werk, dem Kollegien-gebäude II, konzentriert sich, quasi als Quintessenz eines reichen schöpferischen Lebens, Schweizers Anspruch an architektonischer Form und Funktion auf auch heute noch überzeugende Weise. Immo Boyken ist emeritierter Professor für Baugeschichte und Architekturtheorie in Konstanz, dessen besonderes Interesse der Architektur des späten 19. und des 20. Jahrhunderts gilt. Er war maßgebend an der Monographie über Egon Eiermann beteiligt, verfaßte unter anderem die Monographie über Otto Ernst Schweizer und schrieb zuletzt über die Kirche in der Donau City in Wien von Heinz Tesar (Opus 42), das Kanzleigebäude der deutschen Bot-schaft in Washington von Egon Eiermann (Opus 54), den Milchhof in Nürnberg von Otto Ernst Schweizer (Opus 59), das Prater-Stadion in Wien (Opus 75), ebenfalls von Schweizer, sowie über die Deutschen Pavillons auf der Weltausstellung 1958 in Brüssel von Sep Ruf und Egon Eiermann (Opus 62).

Bestehens ihrer Niederlassung in Basel möchte die Bank Julius Bär. Architekturbegeisterten ... Messe Schweiz Rundhofgebäude, 1954. Restaurierung, 1992 von ... Otto Heinrich Senn ... Bräuning, Leu /Ernst Klingelfuss. Friedhof ... Roland Rohn. Kollegienhaus der Universität, 1939 ... EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg.

7.99 MB DATEIGRÖSSE
9783932565731 ISBN
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Sofya Voigtuh

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Mattio Müllers

Otto Ernst Schweizer Architekt. Am 27. April 1890 in Schramberg/Württemberg geboren, gestorben am 14. November 1965 in Baden-Baden. Von 1955 bis 1965 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin (West), Sektion Baukunst.

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Noels Schulzen

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