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Schäfer, P: Weibliche Gottesbilder

Peter Schäfer

Gegen Ende des 12. Jahrhunderts erschien in Südfrankreich ein kleiner Traktat mit dem Titel Bahir (Licht). Dieser Traktat, das erste Dokument der Kabbala, verkündete wie mit einem Paukenschlag eine unerhört neue Sicht der Gottheit: Gottes Wesen besteht danach nicht nur aus zehn Potenzen, sondern eine von diesen Potenzen ist auch dezidiert weiblich.Peter Schäfer zeichnet zunächst die Vorgeschichte dieser Vorstellung von der biblischen Weisheitstradition bis zum Mittelalter nach und fragt dann gezielt nach den Gründen, warum sie ausgerechnet im mittelalterlichen Frankreich ihren ersten Höhepunkt erreichte. Die überraschende Antwort: Judentum und Christentum entdeckten die Weiblichkeit Gottes im 12. Jahrhundert fast zeitgleich wieder neu – das Christentum in einer geradezu explodierenden Marienverehrung und das Judentum in der Betonung einer weiblichen „Inkarnation“ Gottes, die sich auf die Erde begibt und als Mittlerin zwischen Gott und seinen Geschöpfen fungiert. Im Unterschied zu dem in der Forschung vorherrschenden Trend, wonach die Wurzeln für die weibliche Dimension Gottes in der spätantiken Gnosis zu suchen seien, entwirft das Buch das Modell eines fruchtbaren interreligiösen Austausches zwischen Judentum und Christentum, jenseits gängiger Klischees von einer ewigen Verfolgungs- und Leidensgeschichte. Aus gemeinsamen Quellen gespeist, entwickelten sich Judentum und Christentum nicht ständig immer weiter auseinander, sondern verfolgten im Gegenteil neue und kühne Ideen, die beiden Religionen gemeinsam sind.

Szenen einer Religionsstunde - Leserbriefe

2.58 MB DATEIGRÖSSE
9783458710134 ISBN
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Sofya Voigtuh

Mircea Eliade/Ioan P. Culianu: Handbuch der Religionen. Mircea Eliades Handbuch der Religionen ist eine Zusammenfassung der Resultate seines reichen Forscherlebens, geschrieben für ein fachlich nicht vorgebildetes Publikum. Durch die umfassenden Einzelartikel wird der Systemcharakter der Religion, der Religionen der Welt, deutlich gemacht. Mehr >. Verlag der Weltreligionen

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Mattio Müllers

Peter Kirrinnis – Seite 16 – Evangelische Lukaskirche Bonn

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Noels Schulzen

PETER SCHÄFER . Curriculum Vitae and List of Publications. Princeton University Department of Religion 236 Seventy-Nine Hall Princeton, NJ 08544-1006 Deutschlandfunk Kultur - Rezensionen

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Jason Leghmann

PETER SCHÄFER . Curriculum Vitae and List of Publications. Princeton University Department of Religion 236 Seventy-Nine Hall Princeton, NJ 08544-1006

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Jessica Kolhmann

Schäfer, Peter: Weibliche Gottesbilder im Judentum und Christentum, Frankfurt 2008, 111. [28] Zum spezifischen (umfassenden und vielschichtigen) Toraverständnis des babylonischen Talmud vgl.